jhoe . Main-Tauber-Kreis. Mit 30 Personen sehr gut besucht war die Frühjahrsversammlung des NABU-Kreisverbandes Main-Tauber in der Festhalle in Großrinderfeld. Im Vorfeld der Sitzung begrüßte Jürgen Hönninger im Namen des NABU-Kreisverbandes die zahlreichen Naturschützerinnen und Naturschützer in Großrinderfeld und lud zu einer gemeinsamen Exkursion in den Beilberg ein. Steffen Walther von der NABU-Gruppe Großrinderfeld führte mit seinem Team durch die kleinparzellierte und reich strukturierte Landschaft. Die NABU-Gruppe Großrinderfeld pflegt in diesem ökologisch interessanten Gebiet mehrere Streuobstwiesen und Magerrasen. Durch Streifenmahd und Abtransport des Mähgutes ist es in den letzten Jahren gelungen, die Pflanzen- und Insektenvielfalt zu erhalten bzw. zu erhöhen. Die selten gewordenen Rebhühner nehmen diese Flächen gerne an. Die Hecken werden abschnittsweise auf den Stock gesetzt und so vital gehalten, das Schnittgut verbleibt vor Ort.
In der Festhalle begrüßte Wolfgang Dornberger die Vertreter des amtlichen Naturschutzes und Volker Weiß vom NABU-Landesverband. Volker Weiß berichtete über die Umsetzung der neuen Bundessatzung und die Auswirkungen auf die nachgeordneten Gliederungen wie die Kreisverbände und die einzelnen NABU-Gruppen. Der Landesverband unterstützt hier die Gruppen, indem er Mustersatzungen zur Verfügung stellt. In diesem Zusammenhang beschloss die Versammlung einstimmig, dass der Kreisverband seinen Status als eingetragener Verein aufgibt. „Diese Änderung der Rechtsform hat keinen Einfluss auf die Arbeit des Kreisverbandes, der weiterhin in gewohnter Weise für die NABU-Gruppen da ist“, erklärte Michael Hökel den Anwesenden. Im Namen des Landesvorsitzenden Johannes Enssle würdigte Volker Weiß das 30-jährige aktive Engagement von Frank Mützel für den Naturschutz. Für seine Verdienste wurde er mit der goldenen Ehrennadel des NABU ausgezeichnet. Die Veranstaltung endete mit einem Austausch über die Gehölzpflege an Gewässern und die Grundsteuerreform.